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Der Beste Sommelier Österreichs 2014 jetzt mit Fotogalerie

Suwi Zlatic ist bester Sommelier Österreichs 2014 und Steve Breitzke ist Österreichs Kandidat für die Sommelier Europameisterschaft 2017!

 

Fotocredit: Gregor Semrad

Die Staatsmeisterschaft des Österreichischen Sommelierverbandes ist der härteste Sommelier-Wettbewerb des Landes und findet derzeit alle drei Jahre statt. Am 15. Oktober 2014 trafen sich 19 hoffnungsvolle junge Sommeliers, darunter 3 Frauen, im Loisium Wine & Spa Resort in Langenlois, um sich den Herausforderungen einer strengen Jury zu stellen. Nach einem umfangreichen theoretischen und praktischen Prüfungsprogramm wurden jene vier Finalisten herausgefiltert, die bei der abendlichen Gala vor 120 Gästen live auf der Bühne ihr Wissen und Können unter Beweis stellen mussten. Nervenstärke, Souveränität und Verkostungsroutine entschieden letztlich über den Sieg.

Bravouröse Performance
Suwi Zlatic konnte in allen Bereichen am stärksten punkten und hatte mit seinem Charme auch sofort das Publikum im Griff. Der 32-jährige Tiroler von Geigers Posthotel in Serfaus konnte sich in einem bis zuletzt spannenden Wettkampf mit einer bravourösen Performance durchsetzen. Sein erster Platz ist zugleich auch das Ticket für die Sommelier-Weltmeisterschaft 2016 in Argentinien. Der 32-jährige gebürtige Bosnier kam 1993 nach Österreich und lebt seit 12 Jahren in Serfaus. Er hatte sich akribisch auf diesen Wettbewerb vorbereitet. Unterstützung erhielt er dabei sowohl von Chef und Hotelier Florian Geiger als auch vom Tiroler Sommelierverband. Annemarie Foidl, Präsidentin des Österreichischen Sommelierverbands, kennt den Ehrgeiz von Suwi Zlatic und seinen absoluten Willen, etwas erreichen zu wollen. „Ein Wettbewerb ist etwas ganz anderes als im Restaurant zu stehen. Du musst wissen, was von dir verlangt wird. Das bedeutet gezielte Vorbereitung wie bei einem Sportwettkampf. Suwi war diesbezüglich wohl der Versierteste und am besten aufgestellt, was die Unterstützung betrifft. Es wäre unser Anliegen, dass alle Chefs ihre guten Mitarbeiter mehr unterstützen!“

Heimvorteil bei der EM 2017
Den zweiten Platz sicherte sich Steve Breitzke vom Restaurant „Le Loft“ in Wien. Er wird Österreich bei der Europameisterschaft 2017 vertreten und hat klaren Heimvorteil, findet dieser Wettbewerb doch in Wien statt. Steve Breitzke selbst war völlig überrascht von seinem Erfolg. „Ich würde es sofort wieder machen“ sagte er sofort nach der Siegerehrung. Der aus Deutschland stammende Sommelier mit einem Faible für Natural Wines ist im Niederösterreichischen Sommelierverein organisiert. Harry Wurm ist als Landespräsident des NSOV natürlich stolz, wenn Mitglieder auf so hohem Level teilnehmen und dann gar Österreich bei der EM vertreten. „Es ist schön zu sehen, wenn dann jemand vorn im Rampenlicht steht und die Lorbeeren ernten kann“, so Harry Wurm. Für Steve Breitzke, der vor acht Jahren bei Döllerer in Golling begonnen hat und seit fünf Jahren in Wien lebt, ist die EM 2017 im Augenblick noch weit weg. Er widmet sich erst einmal seinem Training für dem Master Sommelier. Ein Ziel, das er auch mit dem Besten Sommelier Österreichs 2014, mit Suwi Zlatic teilt.

Dinner mit den Jeunes Restaurateurs
Auch kulinarisch sorgte der Abend für Begeisterung bei den Gästen: fünf Spitzenköche aus den Reihen der Jeunes Restaurateurs d’Europe Österreich servierten ein fulminantes Menü, begleitet von gereiften Weinen der Traditionsweingüter. Thomas Göls vom Restaurant Hill war für die kleinen Köstlichkeiten von confierten Erdäpfeln über Saiblingstartelett, Hilltatar und Gänseleber mit Hagebutte zum Aperitif zuständig. Thomas Dorfer, Genießerhotel Landhaus Bacher, servierte Seesaibling mit Rüben, eingekochten Feigen und Labneh. Von Thorsten Probost, Burg Vital Resort, kam der gedämpfte Zander auf geschmorter Gerste mit Kräutern und Sauce vom Grünen Veltliner, großes Kino war der (eigenhändig geschossene) rosa gebratene Hirsch mit Kürbis & Steinpilzen, von Hans Jörg Unterrainer und Fritz Braumüller, Kirchenwirt in Leogang. Josef Floh, Gastwirtschaft Floh, schließlich zeigte mit Demeter Gries-Röllchen und Weintrauben, dass ein Dessert nicht zuckersüß sein muss.